Das Vorurteil ist der Grundstein jeder Diskriminierung. Es transportiert vereinfachte Bilder über eine Gruppe von Menschen. Subtile Vorurteile äußern sich in der Vermeidung des Kontakts mit der Fremdgruppe. „Sägen Sie die Beine der Parkbänke ab.“ richtet sich beispielsweise gegen Alte, die sich so nicht mehr auf Bänke setzen können, bzw. nicht mehr aufstehen können. Der Vorschlag „Beschriften Sie jeweils ein Pissoir in einer Herrentoilette mit „Schwule“ oder „Homosexuelle“ soll Verwirrung stiften und führt unter Umständen dazu, dass dieses Pissoir gemieden wird. „Hängen Sie die Mülleimer so hoch, dass man noch Müll hinein, aber keine Flaschen mehr herausnehmen kann.“ richtet sich gegen Obdachlose, die Pfandflaschen sammeln.

Unter anderem wurde die Broschüre „Für ein besseres Zusammenleben“ bei Clap Today, Temporärer Raum in Essen gezeigt. Die Maßnahmen zum gezielten Diskriminieren sind in der Zeitschrift DIENADEL erschienen. Die Ausgabe 3 zum Thema Störung kann hier erworben werden.